BGH räumt Wechselmodell rechtlichen Vorrang ein

(Vielen Dank an Doppelresidenz.org)

BGH räumt Wechselmodell rechtlichen Vorrang ein

IM ZWEIFEL FÜR DIE DOPPELRESIDENZ
Streit zwischen den Eltern ist kein Grund, ein Wechselmodell abzulehnen 

In seiner Entscheidung XII ZB 601/15 stellte der Bundesgerichtshof ( BGH) heraus, dass das Wechselmodell (Doppelresidenz) bevorzugt anzuordnen ist, sofern sich kein deutlicher Vorteil für das Residenzmodell ergeben sollte.

Zum Thema Kommunikation ist in dem Artikel ausführlich Stellung genommen worden –
wer nicht kommunizieren will oder kann wird sich fragen lassen müssen,
wie es um seine / ihre Erziehungsfähigkeit gestellt ist.

Hierauf weist das Bündnis doppelresidenz.org hin, dessen Sprecher Markus Witt in einer ausführlichen rechtlichen und wissenschaftlichen Analyse herausgearbeitet hat, dass vor allem bei der häufig noch schwierigen Frage, was in Fällen von Streit gerichtlich angeordnet werden kann, zu einer eindeutigen Aussage kommt: Im Falle von Streit zwischen den Eltern ist der Doppelresidenz schon allein aus Gründen des Kindeswohles ein deutlicher Vorrang einzuräumen. Die bisherige gegenteilige, juristische, Meinung, wurde durch umfangreiche wissenschaftliche Erkenntnisse widerlegt.

Diese rechtliche Analyse wird ergänzt durch umfangreiche Hinweise und Fakten nicht nur für die rechtliche Praxis.

  • Wie können Eltern in schwierigen Situationen kommunizieren?
  • Was für Folgen hat es, wenn sich ein Elternteil der Kommunikation und Kooperation verweigert?
  • Welche Anforderung stellt der Gesetzgeber bereits heute an getrennte Eltern zum Wohle ihrer Kinder
    und nicht zuletzt
  • Welche Argumente sprechen für das Residenzmodell und welche für die Doppelresidenz.

Gerade dieser Vergleich zwischen den verschiedenen Betreuungsmodellen ist eine der zentralen Forderungen der BGH-Entscheidung. Bisher waren viele gerichtliche Entscheidungen von unbelegten Annahmen und Vermutungen geprägt, die im Laufe der Zeit wissenschaftlich widerlegt wurden. Die in der Analyse vorgenommene Gegenüberstellung belegbarer Fakten zu den Betreuungsmodellen ermöglicht es, tatsächliche Erkenntnisse auf den Einzelfall anzuwenden.

Neben der Hoffnung, dass zukünftige familiengerichtliche Entscheidung aufgrund der vorliegenden Fakten besser als bisher am Wohlergehen der Kinder orientiert sein werden bleibt auch die Forderung an die Politik, endlich ein zeitgemäßes Familienrecht zu schaffen. Hierzu hatten namhafte Wissenschaftler, Professionen und VerbandsvertreterInnen die politisch Verantwortlichen im November 2017 in einer gemeinsamen Erklärung aufgefordert, ein zeitgemäßes Familienrecht mit dem Leitbild der Doppelresidenz zu schaffen. Der vorliegende Koalitionsvertrag greift dies bisher jedoch nicht auf.

Analyse, Markus Witt
Für Fragen steht der Autor der Analyse, Markus Witt, gerne zur Verfügung.

Kontakt:

info@doppelresidenz.org
Tel. 0177 235 68 21

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